罗兰贝格-医院面临的主要挑战(英文)-2019.6-27页_939kb
报告摘要
Zusammenfassung der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser in Baden-Württemberg
Core Content
Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Baden-Württemberg wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, darunter steigende Ausgaben, sinkende Patientenzahlen, schwache Umsatzrenditen und hohe Verbindlichkeiten. Zudem stehen Investitionsbedarf, Personalmangel und strukturelle Herausforderungen im Fokus.
Main Points
Krankenhausausgaben
- Die Krankenhausausgaben in Baden-Württemberg stiegen seit 2010 jährlich um etwa 4 % und erreichten im Jahr 2017 ein Volumen von über 10,9 Mrd. EUR.
- Die Krankenhausausgaben pro Bett sind überproportional gestiegen, hauptsächlich aufgrund des Bettenabbau.
- Die Krankenhausausgaben pro stationärem Patienten sind um etwa 4 % gestiegen und knapp 400 EUR über dem Bundesdurchschnitt.
- Die Krankenhausausgaben pro Bettentag sind ebenfalls gestiegen, was auf eine veränderte Nutzung der Betten hinweist.
Patientenzahlen
- Die Anzahl stationärer Patienten sank erstmals leicht auf 2,16 Mio. (2017).
- Psychiatrische Patienten stiegen leicht an, während somatische Patienten abnahmen.
- Die Verweildauer in der Somatik sank auf 6,0 Tage (unter dem Bundesdurchschnitt), während sie in der Psychiatrie leicht auf 32 Tage stieg (über dem Bundesdurchschnitt).
Krankenhäuser und Betten
- Die Anzahl der Krankenhäuser sank von 2010 bis 2017 um 24 (etwa -1 % p.a.), insbesondere in öffentlicher Trägerschaft.
- Die Anzahl der Krankenhausbetten ist ebenfalls rückläufig, mit einer Stagnation in den letzten Jahren.
- Die Bettenauslastung im somatischen Bereich lag 2017 bei 73,8 %, deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.
- Die stationären Patienten pro Bett stiegen leicht an, was auf die Verknappung der Betten zurückzuführen ist.
Operationen
- Die stationären Operationen stiegen seit 2010 kontinuierlich an, während die ambulanten Operationen im zweiten Jahr in Folge leicht sanken.
- Die Anzahl der Operationen pro stationärem Fall stieg um etwa 1 % p.a. und lag 2017 deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Personalentwicklung
- Die Anzahl der Vollkräfte in Krankenhäusern stieg auf rund 114.000.
- Ärzte stiegen um 2 % im Vergleich zum Vorjahr an.
- Die Personalproduktivität sank deutlich, insbesondere die stationären Bettentage pro Vollkraft.
- Die Personalproduktivität in allen Bereichen bleibt unter dem Bundesdurchschnitt.
Finanzielle Lage der Kliniken
- 70 % der 30 größten Krankenhausverbände in Baden-Württemberg sind defizitär.
- Das kumulierte Defizit stieg 2017 auf -153 Mio. EUR, gegenüber -132 Mio. EUR im Vorjahr.
- Die Verbindlichkeiten der 30 größten Krankenhausverbände erreichten im Jahr 2017 rund 3,7 Mrd. EUR, ein neuer Rekordwert.
- Die Umsatzrendite der Kliniken ist gesunken, wobei nur ein Krankenhausverbund die Zielmarke von 2,5 % erreichte.
- Negative Umsatzrenditen liegen zwischen -1 % und -11 %, was auf eine mangelnde Wirtschaftlichkeit hinweist.
Herausforderungen
- Investitionen in medizinische und bauliche Infrastruktur sind hoch, aber die Finanzierung ist schwierig.
- Zinszahlungen steigen aufgrund der hohen Verbindlichkeiten und der abnehmenden Zinsen.
- Strukturwandel und strategische Positionierung sind von zentraler Bedeutung.
- Die Anpassung des Leistungsangebots an die Bedürfnisse der Patienten ist erforderlich.
- Personalmangel und Motivation von Fachpersonal sind zentrale Herausforderungen.
Ausblick
- Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser bleibt angespannt.
- 16 % der Krankenhäuser rechnen mit einer Verbesserung, während 42 % mit einer Verschlechterung.
- Die Zukunft ist von Herausforderungen geprägt, darunter Strukturwandel, Investitionsbedarf, Personalmangel und technologische Innovationen.
Key Information
- Krankenhausausgaben 2017: 10,9 Mrd. EUR (+4 % p.a. seit 2010)
- Stationäre Patienten 2017: 2,16 Mio. (erstmals Rückgang)
- Bettentage 2017: 77 % (unter dem nötigen Niveau)
- Personalproduktivität 2017: Rückgang (besonders in der Somatik)
- Defizite bei 70 % der 30 größten Krankenhausverbünde
- Kumuliertes Defizit 2017: -153 Mio. EUR
- Verbindlichkeiten der 30 größten Krankenhausverbünde 2017: 3,7 Mrd. EUR
- Umsatzrendite 2017: Nur ein Klinikverbund erreichte 2,5 %
Summary
Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg stehen vor einer komplexen wirtschaftlichen Situation, die sich durch steigende Ausgaben, sinkende Patientenzahlen, schwache Umsatzrenditen und hohe Verbindlichkeiten auszeichnet. Zwar gab es eine leichte Verbesserung im Jahr 2017, doch die Finanzlage bleibt angespannt. Die Personalproduktivität ist zurückgegangen, und die Investitionsbedarfe sind hoch, während die Finanzierung zunehmend schwieriger wird. Die strategische Positionierung, Anpassung des Leistungsangebots und Gewinnung von Fachpersonal sind zentrale Herausforderungen. Die zukünftige Entwicklung wird von Risiken begleitet, darunter zunehmende Verbindlichkeiten, Zinsbelastungen und strukturelle Veränderungen.
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