英文_德国阿登纳基金会_ETS2的下一步是什么_24页_1mb
报告摘要
Zusammenfassung des Dokuments "Wie weiter mit dem ETS2?"
Core Content
Das Dokument untersucht die Herausforderungen und Maßnahmen zur Stärkung der Glaubwürdigkeit des zweiten europäischen Emissionshandelssystems (ETS2), das 2027 eingeführt werden soll. ETS2 deckt zusätzliche Sektoren wie Gebäude und Straßenverkehr ab und ist ein zentraler Bestandteil der EU-Klimapolitik. Die Glaubwürdigkeit des ETS2 ist entscheidend, um Investitionen in klimafreundliche Technologien zu sichern und die EU-Klimaziele effektiv zu erreichen.
Main Points
- ETS2 ist ein Make-or-break-Element: Die Glaubwürdigkeit des ETS2 ist entscheidend für die langfristige Erfolgschance der EU-Klimapolitik. Eine Verwässerung oder Verzögerung des Systems könnte die Glaubwürdigkeit von ETS1 und ETS2 untergraben.
- Preisstabilität ist entscheidend: Preisstürze oder zu starke Volatilität im Anfangsjahr des ETS2 könnten politische Widerstände und eine Verwässerung der Regeln verursachen. Deshalb sind Safeguard-Maßnahmen notwendig, um eine Preisstabilität zu gewährleisten.
- Unterstützung von klimafreundlichen Technologien: Unternehmen, die in grüne Technologien investieren, wie Elektroautos und Wärmpumpen, benötigen einen angemessenen CO₂-Preis, um wirtschaftlich zu funktionieren. Ein hohes ETS2-Preisniveau ist daher für die Wettbewerbsfähigkeit und die Anreizstruktur in diesen Sektoren entscheidend.
- Sozialer Ausgleich ist notwendig: Die Einführung von ETS2 könnte in einigen EU-Ländern, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, zu hohen Preiskosten für Verbraucher führen. Deshalb ist ein sozialer Ausgleich notwendig, um politische Widerstände zu reduzieren und die Glaubwürdigkeit zu sichern.
- Die Rolle von Safeguard-Maßnahmen: Safeguard-Maßnahmen sind notwendig, um die Glaubwürdigkeit des ETS2 zu schützen, und um politische Eingriffe in die Marktregeln zu verhindern. Sie umfassen Erwartungsstabilisierung, Preisstabilisierungsmechanismen und sozialen Ausgleich.
Key Information
- Ziel der Maßnahmen: Die Glaubwürdigkeit des ETS2 zu stärken, um politische Widerstände zu reduzieren und Investitionen in klimafreundliche Technologien zu sichern.
- M1: Erwartungsstabilisierung: Ein unabhängiges Gremium von Experten sollte die Preiskalkulation und die Erwartungen politischer Entscheider stabilisieren. Dies reduziert das Risiko von diskretionären Eingriffen in den Markt.
- M2: Abfederung von Preissprüngen: In den ersten Jahren des ETS2 könnten Preissprünge auftreten. Um dies abzufedern, könnten Mitgliedsstaaten Schattenhöchstpreise festlegen und Kompensationszahlungen anbieten, um die Belastung zu mildern. Diese Maßnahmen sind aufkommensneutral und können auf Basis der Erfahrungen aus der Energiekrise 2022 schnell umgesetzt werden.
- M3: Vermeidung von Überschüssen und Rechtsunsicherheit: Bei einer vorgezogenen Nachverhandlung der ETS-Richtlinie (ETS-RL) müssen Mechanismen zur Vermeidung von Zertifikatsoverhang und Rechtsunsicherheit entwickelt werden. Dazu gehören eine befristete Regelung, eine adaptivere und spekulationssichere Auktion von Zertifikaten sowie eine Diskontierung von überschüssigen Zertifikaten bei Übergang zur nächsten Handelsperiode.
Complementary Measures
- De-risking (Risikoreduzierung): Komplementäre Maßnahmen wie die Zusammenarbeit mit Unternehmen und die Einführung von risikoreduzierenden Instrumenten können Investitionen in grüne Technologien fördern.
- Rightsizing (Anpassung der Lastenverteilung): Die Einnahmen aus Auktionen des ETS2 sollten zur Finanzierung sozialer Ausgleichsmaßnahmen genutzt werden. Auf EU- und nationaler Ebene müssen die Transferzahlungen an besonders betroffene Länder und Haushalte so angepasst werden, dass sie mit dem ETS2-Preis skaliert werden.
- Klimasozialfonds (KSF): Eine Reform des KSF ist notwendig, um die sozialen Auswirkungen von ETS2 zu mildern und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit des Systems zu stärken.
Conclusion
Die Glaubwürdigkeit des ETS2 hängt stark von der Preisstabilität, der politischen Priorität und dem sozialen Ausgleich ab. Die vorgeschlagenen Safeguard-Maßnahmen und komplementären Instrumente sollen das System stabilisieren, politische Widerstände reduzieren und die langfristige Umsetzung der Klimaziele sichern. Die Anpassung der Marktregeln sollte erst im Jahr 2028 erfolgen, nachdem empirische Daten vorliegen, um eine sachgerechte und wettbewerbsneutrale Politik zu gewährleisten.
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