布鲁盖尔-Schriftliche-Stellungnahme-Bundestagsanhörung-„Niedrigzinspolitik-der-EZB-_7页_667kb
报告摘要
Zusammenfassung der Schriftlichen Stellungnahme zur Niedrigzinspolitik der EZB
Core Content
Die Schriftliche Stellungnahme von Guntram B. Wolff, Direktor von Bruegel, diskutiert die Ursachen und Auswirkungen der niedrigen Zinsen im Euroraum, insbesondere im Hinblick auf die Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB). Wolff argumentiert, dass die niedrigen Zinsen nicht primär auf die Geldpolitik der EZB zurückzuführen sind, sondern auf globalen und strukturellen Faktoren, die seit den 1980er Jahren wirken.
Main Points
1. Reale Renditen sind gesunken, aber nicht aufgrund der EZB-Politik
- Reale Renditen in Deutschland und weltweit sind seit den 1980er Jahren deutlich gesunken.
- Der Rückgang ist auf demografische und strukturelle Faktoren zurückzuführen, nicht auf die Geldpolitik der EZB.
- Die Bundesbank betont, dass reale Renditen auf Bargeld und Einlagen nur minimal gefallen sind, während Renditen aus anderen Anlageformen wie Versicherungen und Investmentfonds deutlich zurückgegangen sind.
2. Der Realzins ist entscheidend für Sparer
- Nominalzinsen sind für Sparer nicht entscheidend, da sie den Kaufkraftverlust durch Inflation ausgleichen.
- Der Realzins ist der relevante Parameter, der die tatsächliche Rendite der Spareinlagen bestimmt.
- In Deutschland ist der Realzins auf Bankkonten und Einlagen nicht stark gesunken, während andere Anlageformen stark unter Druck geraten sind.
3. Inflationsraten sind rückläufig, was die EZB-Politik kritisch betrifft
- Die Inflation im Euroraum ist seit mehreren Jahren rückläufig.
- Die EZB hat den Leitzins zu langsam gesenkt, was möglicherweise zur Verschärfung der Rezession beigetragen hat.
- Die niedrigen Inflationserwartungen und Inflationsraten erschweren es der EZB, ihr Inflationsziel von knapp unter 2 % zu erreichen.
4. Die Geldpolitik der EZB ist im Rahmen ihres Mandats
- Die EZB handelt im Einklang mit ihrem Preisstabilitätsmandat, das eine mittelfristige Inflationsrate von knapp unter 2 % vorsieht.
- Der Leitzins muss konsistent mit dem natürlichen Realzins sein, der seit Jahren weltweit fällt.
- Kritik an der Niedrigzinspolitik der EZB ist vor diesem Hintergrund weniger überzeugend, da sie notwendig ist, um das Inflationsziel zu erreichen.
5. Die EZB fordert Strukturreformen
- Die EZB hat in den letzten Jahren immer wieder Strukturreformen in der Eurozone und in Deutschland gefordert.
- Die niedrigen natürlichen Zinsen sind ein Zeichen dafür, dass Investitionen unattraktiv sind und Reformen nötig sind, um dies zu ändern.
- Deutsche Unternehmen investieren weniger im Inland und häufiger im Ausland, was auf eine mangelhafte Investitionsumgebung hinweist.
6. Die Nutzung niedriger Zinsen zur Infrastrukturfinanzierung
- Viele Ökonomen, darunter Carl Christian von Weizsäcker, fordern, die niedrigen Nominalzinsen zu nutzen, um lang aufgeschobene öffentliche Infrastrukturinvestitionen zu realisieren.
- In Deutschland, insbesondere im Ruhrgebiet, gibt es Hinweise auf eine starke Verrohung der öffentlichen Infrastruktur.
- Die Bundesbank betont, dass Anleger ihr Sparverhalten geändert haben, um höhere Renditen in anderen Anlageformen zu erzielen.
Key Information
- Realzinsen sind ein wesentlicher Faktor für die Spar- und Investitionsentscheidungen.
- Nominalzinsen sind nicht der entscheidende Faktor für Sparer.
- Die EZB hat den Leitzins zu langsam gesenkt, was die Inflation und die Wirtschaftsentwicklung beeinflusst.
- Strukturreformen sind nötig, um Investitionen zu steigern und die Wirtschaft zu revitalisieren.
- Infrastrukturinvestitionen könnten in der aktuellen Zinssituation sinnvoll und notwendig sein.
Critical Insight
- Kritik an der EZB-Politik ist irreführend, da die niedrigen Zinsen auf strukturelle und demografische Faktoren zurückgehen.
- Die EZB muss sich auf ihr primäres Ziel konzentrieren, während andere Politikbereiche wie Finanzstabilität und Einkommensverteilung andere Zuständigkeiten haben.
- Die langfristige Niedrigzinspolitik ist notwendig, um die Inflation im Euroraum zu steuern, und kann nicht als alleinige Ursache für wirtschaftliche Schwierigkeiten angesehen werden.
Conclusion
Wolff betont, dass die EZB zwar aufgrund der niedrigen Realzinsen gezwungen ist, niedrige Leitzinsen zu setzen, aber die politischen Entscheidungen in anderen Bereichen, insbesondere in Bezug auf Investitionen und Strukturreformen, entscheidender sind, um die Wirtschaft zu stärken und die Inflation zu steigern. Die Geldpolitik der EZB sollte daher nicht als primärer Faktor für die wirtschaftliche Situation angesehen werden, sondern als Teil der notwendigen Maßnahmen, um das Inflationsziel zu erreichen.
试读结束,高清完整版pdf/doc/ppt,请点下载